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Einleitende Worte des Elternbeiratsvorsitzenden

Liebe Eltern
schon seit einigen Jahren fordern viele Eltern/Elternverbände und Lehrer/Lehrerverbände sowie das gesellschaftliche Umfeld, wie Firmen und weiterführende Schulen, ein Umdenken in der Bildungspolitik. Ein Punkt dabei ist die veraltete Unterrichtsgestaltung und die damit verbundenen Lernmethoden (auch“ Bulimie-lernen“ genannt).
Wir stellen immer öfter fest, dass wir aus unzähligen Quellen Wissen ziehen und erhalten können.
Wir müssen daher lernen, diese Quellen zu finden, nach Wahrheitsgehalt sowie Relevanz zu prüfen und sie dann auch passend anzuwenden.
Dies gilt nun erst recht für unsere Kinder. Wer in der heutigen Zeit bestehen und weiterkommen will, muss eigenständig arbeiten und sich neue Sachverhalte schnell erarbeiten können. Und was liegt da näher, als schon im Schulalltag den Kindern beizubringen selbstständig zu arbeiten. Das fängt damit an, dass sie selber das gefragte Thema anhand eines Inhaltsverzeichnisses heraus suchen und erst einmal die relevanten Informationen zu finden und zu lesen. Eine solche Kompetenz lernt man nur in Eigeninitiative und nicht, wenn es einem der Lehrer noch bis in die 10. Klasse vormacht.
Eigenverantwortliches Lernen. Auch hier wird in der heutigen Zeit immer mehr verlangt, dass sich die Menschen selber weiterbilden und sich neues Wissen aus Sachgebieten selbstständig aneignen. So wird zum Beispiel in weiterführenden Schulen nicht mehr erklärt wozu und warum, sondern nur noch die Aufgabenstellung genannt und die Schüler und Studenten müssen sich den Lernstoff selbst erarbeiten. Der Lehrer sollte dabei Hilfe und Unterstützung sein.
Das Lernbüro ist somit ein guter Einstieg, bei dem die Schüler und Schülerinnen all dies langsam und mit Unterstützung erlernen können.
Damit dieses neue Konzept des eigenverantwortlichen Lernens richtig funktioniert, müssen alle Beteiligten eng zusammen arbeiten und das selbe Ziel  die bestmöglichste Ausbildung und einen guten Schulabschluss, verfolgen.
Nicht jeder ist gleich erfreut über neue Methoden, denkt:“ das Alte war noch gut genug“. Aber wer sich näher informiert und den Versuch unternimmt, dass zu verstehen, wird feststellen, dass man sein Kind so am besten für das Leben vorbereiten kann.
Und es funktioniert nun mal am besten, wenn Sie sich mit all Ihren Möglichkeiten in diesen Prozess einbringen.
Dabei ist der Lehrer der Fachmann, der sich bestens mit Lernen und Lernstoff auskennt – er hat es studiert. Er kann fachlich einschätzen, ob Ihr Kind alles versteht und umsetzen kann oder Probleme mit dem Lernstoff hat. Ein Lehrer kann aber schlecht jeden Schüler genauestens kennen und alles über ihn wissen oder in Erfahrung bringen. Oft spielen in den Lern- und Schulalltag auch andere Faktoren mit hinein, die er so nicht kennen kann, die aber zum Erfolg oder Misserfolg beitragen können.
Was kann ich nun als Eltern und Familie dazu beitragen, dass mein Kind heute erfolgreich lernen kann und so einen guten Start in weiterführende Schulen oder in die Berufswelt findet?
Wie schon erwähnt, spielen viele häusliche und außerschulische Faktoren eine erhebliche Rolle beim Lernerfolg Ihrer Kinder. Warum also nicht öfter mit den Lehrkräften und der Schule in Kontakt treten und reden? Es muss nicht immer ein Konflikt oder Schwierigkeiten vorliegen, um in die Schule zu gehen. Dann wird auch Ihr Kind merken, dass es was ganz normales ist, wenn Eltern in die Schule gebeten werden. Das schafft dann auch eine größere Akzeptanz für die Schule bei Ihren Kindern. Die Lehrkräfte erfahren dabei auch mehr über das Umfeld Ihrer Schüler und können sich besser darauf einstellen — gerade wenn es Probleme gibt.
Das nächste wo wir Eltern unseren Kindern in der Schule helfen können ist das Gespräch zu Hause. Das klingt banal ist aber nachgewiesen Hauptgrund für schulischen Erfolg. Sich mit seinen Kindern über den Schulalltag unterhalten, ihnen unser Interesse an ihren Lernerfolgen oder auch –Misserfolgen zeigen, sie zu mehr anspornen/ermutigen, auffangen bei Misserfolgen und Mut machen. Vermitteln Sie Pflichtbewusstsein statt Hausaufgaben Kontrolle. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Kind emotional stärken. Geben Sie ihm Gewissheit, dass es zu Hause immer einen Ansprechpartner hat.
Dann möchte ich Ihnen noch ans Herz legen, wenn Sie den Lehrern Vertrauen entgegen bringen, dann tun das Ihre Kinder auch. Wenn man zu Hause tönt „der Lehrer kann doch nichts und macht nichts“, werden auch Ihre Kinder sich nicht die Mühe machen, ihm zu folgen und ihm Respekt entgegen zu bringen.
Konkret, können Sie immer ins Logbuch schauen und den Schulalltag Ihres Kindes verfolgen. Holen Sie sich einfach öfters einmal einen Termin bei Ihren Klassenleitungen-einfach so (man kann auch Termine vereinbaren, wenn die Lehrkraft damit einverstanden ist).Sprechen Sie mit Ihrem Kind über sein Logbuchgespräch. Schauen Sie nach Vollständigkeit der Schulsachen und des Logbuches.
Besuchen Sie Veranstaltungen der Schulfamilie und zeigen Sie Ihrem Kind, dass ein fast freundschaftliches Verhältnis zwischen Ihnen und anderen Eltern sowie der Schulbelegschaft herrscht. Ihr Kind wird sich in dieser Umgebung wohler fühlen und mehr Kraft für das Lernen aufbringen können.
Ein Paar abschließende Wortemöchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben. Praktisch gesehen müssten Sie demnach nicht mehr fragen, „ bekomme ich die Arbeiten, Tests und andere Materialien mit nach Hause, damit ich meinem Kind helfen kann“ — Sie helfen ihm dabei nicht., Sie müssten fragen, „bist Du heute in der Schule mit allem klar gekommen, wollen wir darüber reden?“ die Lehrkräfte müssten Sie fragen, „ wie geht es meinem Kind in Ihrem Unterricht? Hat es Schwierigkeiten und können wir beide etwas dagegen tun? Sind Logbuchgespräche und Lernbegleitungsgespräche geführt worden? Was ist dabei heraus gekommen?
Sie sehen also, dass Argument: „Ich kann ja gar nichts mehr für mein Kind tun“, ist nicht richtig. Wenn wir alles noch einmal durchlesen und überdenken, müssen wir uns eingestehen, dass wir eben sehr wenig dafür unternehmen.
Zum Schluss möchte ich Sie bitten, lassen Sie uns gemeinsam diese neue Lernmethode mit Leben erfüllen und sie ständig verbessern.
Vielen Dank
Stachel,Th.
Elternbeiratsvorsitzender

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